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Ceske Budejovice

Èeské Budìjovice (deutsch Böhmisch Budweis [1] oder Budweis [2]) ist mit etwa 95.000 Einwohnern die größte Stadt in Südböhmen und Verwaltungssitz der Südböhmischen Region. Weltweit bekannt ist die Stadt vor allem wegen des Budweiser Bieres, jedoch auch als Universitätsstadt und Sitz eines Bistums. Der erste Teil des Namens Èeské („Böhmisch“) dient zur Unterscheidung von der Stadt Moravské Budìjovice (deutsch Mährisch Budwitz). Hier begann auch die erste Eisenbahnlinie auf dem europäischen Festland (außerhalb Englands); die Pferdebahn von Linz nach Budweis verband damals die beiden äußerst wichtigen Transportwege im alten Österreich-Ungarn: die Donau mit der Moldau beziehungsweise das Schwarze Meer mit der Nordsee. Den Zusammenfluss der Flüsse Moldau (Vltava) und Malše (Maltsch) wählte 1265 der böhmische König Pøemysl Ottokar II. als Ausgangspunkt für die Gründung der Stadt Budweis (Èeské Budìjovice), mit der er seine Machtstellung in Südböhmen festigen wollte. Dafür überließ der König dem Èéè von Budìjovice aus Austausch die Burg und den Flecken Velešín. Die Stadt wurde von Deutschen aus Oberösterreich und dem Böhmerwald besiedelt, aufgebaut und wuchs dank der königlichen Gunst und der günstigen Lage an der Kreuzung von Handelswegen wirtschaftlich schnell. Für die Treue zur Krone wurde Budweis immer wieder belohnt und mit Vorteilen und Privilegien versehen. Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts wurden zwei Kirchen erbaut und die Stadt wurde mit festen Mauern umgeben. Im Verlauf des unruhigen 15. Jahrhunderts war das katholisch ausgerichtete Budweis eine wichtige Stütze gegen die Hussiten. Selbst der Heerführer Jan Žižka erkannte, dass die Stadt uneinnehmbar war und bemühte sich nicht um deren Erstürmung. Mit seinen 4000 Einwohnern gehörte das mittelalterliche Budweis zu den größten und bedeutungsvollsten Städten des böhmischen Königreiches. Trotzdem blieb es eingeschlossen in einem Ring von Wällen und in den Vorstädten lagen verstreut nur einige Gehöfte und Gärten. Das sechzehnte Jahrhundert brachte der Stadt ein starkes wirtschaftliches Wachstum vor allem durch die Förderung von Silber, aber auch durch Bierbrauen, die Fischwirtschaft und den Handel mit Salz. Die finanziellen Mittel nutzte die Gemeinde auch für prunkvolle Repräsentationsgebäude, wie das neue Rathaus, die Renovierung und Umbau der Stadtmauern und die Errichtung eines hohen Turmes. Budweis bekam so ein Renaissance-Aussehen. 1569 wurde eine Münzstätte errichtet, welche Silber verarbeitete, das in den Schachtrevieren um das Städtchen Rudolfov gefördert wurde. Im Verlauf des Ständeaufstandes und des darauffolgenden Dreißigjährigen Krieges blieb Budweis wieder an der Seite des Kaisers und hielt den Attacken des Ständeheeres stand. Die moderne Befestigung machte aus der Stadt eine strategisch wichtige Festung, wohin im Verlauf des Krieges einige Male die höchsten Landesbeamten umzogen. In der Kirche wurden die böhmischen Krönungsjuwelen aufbewahrt. Während die eigentlichen Kriegsgeschehnisse nicht viele Schäden anrichteten, vernichtete ein Großbrand im Juli 1641 mehr als die Hälfte der Häuser. Der Wiederaufbau der Stadt dauerte einige Jahrzehnte. Die Ära des Barock veränderte gründlich das Aussehen der öffentlichen Gebäude und auch der Privathäuser in der Stadt, bereicherte Budweis um eine Reihe religiöser Denkmäler, unter anderem auch um eines der Symbole der Stadt, den Samsonbrunnen. Die Theresianischen Reformen in der Mitte des 18. Jahrhunderts machten aus Budweis den Sitz der neu gebildeten Region. Zur kulturellen Bedeutung der Stadt trug der Piaristenorden bei, der sich hier 1762 ansiedelte und ein lateinisches Gymnasium einrichtete. In dieselbe Zeit fällt auch die Entstehung des Stadttheaters. Unter Kaiser Josef II. wurde 1785 das Budweiser Bistum gegründet und zwei Jahrzehnte später wurde ein Priesterseminar und das Philosophische Institut eröffnet. Das neunzehnte Jahrhundert brachte der Stadt technischen Fortschritt, zum anderen eine moderne bürgerlichen Gesellschaft. Die Pferdeeisenbahn, errichtet zwischen den Jahren 1825 und 1832 als erste auf dem europäischen Kontinent, verband Budweis mit der oberösterreichischen Stadt Linz, und gemeinsam mit dem Schiffsverkehr auf der Moldau, der von Adalbert Lanna betrieben wurde, verbesserte sich der Transport von Waren in nordsüdliche Richtung. Dadurch wuchs auch die Bedeutung der Industrie und des Handels. 1847 verlegte die Wiener Firma Hardtmuth die Produktion von Bleistiften und keramischen Waren nach Budweis. Die Stadt erhielt ihre erste große Fabrik. 1871 entstand die Summerauerbahn nach Linz. Bis 1890 war die Stadt überwiegend deutschsprachig und bildete mit den Dörfern der Umgebung eine deutsche Sprachinsel. Dann erlangte durch die Masseneinwanderung allmählich das tschechische Element die Oberhand, der Bürgermeister blieb aber, durch das Zensuswahlrecht bedingt, bis 1918 ein Deutscher. 1895 entstand die tschechische Aktienbrauerei, die heutige Brauerei Budvar (Budweiser Budvar), welche die Stadt in vielen Ländern der Welt bekannt machte. Das zwanzigste Jahrhundert brachte eine stürmische Entwicklung. 1945 wurden alle Budweiser Deutschen aus ihrer Heimatstadt deportiert und fanden in Westdeutschland und Österreich Aufnahme. Budweis wurde zur wirtschaftlichen und kulturellen Metropole Südböhmens und 1949 zum Sitz der neu gebildeten Budweiser Region. Seit 1991 ist es Sitz der Südböhmischen Universität Èeské Budìjovice.

Ceske Budejovice - Information

Èeské Budìjovice
Südböhmische Region
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Ceske Budejovice - Landkarte

50°37'37.15"N 15°36'40.63"E
Ceske Budejovice oder Ceske Budejovice

Fotos Ceske Budejovice


 
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